Englisch/Griechisch (ENG Subtitles)
Die griechische Dokumentation „Debtocracy“ beleuchtet die aktuelle Krise des Landes und sucht nach den Gründen der Schuldenkrise sowie Lösungsansätzen jenseits des Mainstream.
Die Macher der Dokumentation Katerina Kitidi und Aris Hatzistefanou blicken dabei in die Geschichte und nennen Beispiele von Staaten, in denen Schulden vollständig annulliert oder nicht in der geforderten Höhe beglichen wurden. Um die Souveränität nicht zu verlieren, müsse Griechenland, wie Argentinien nach der Krise 2001 und Ecuador unter der Präsidentschaft von Correa, mit seinen Gläubigern über eine vollständige oder teilweise Entschuldung verhandeln.
Um die Lösung des Problems anzugehen, müsse aus Sicht der interviewten Ökonomen vorerst ein unabhängiges Audit-Komitee gebildet werden, dass die Schuldenstruktur Griechenlands analysiert, d.h. klar und nachvollziehbar herausarbeitet, wer wem, wie viel Geld schuldet (!) und ob die von Regierung und Banken erhobenen Forderungen gegenüber Griechenland wirtschaftsrechtlichen Prüfungen standhalten und moralisch vertretbar sind. Die Ergebnisse müssten dann transparent, sprich öffentlich kommuniziert und zugänglich gemacht werden.
Die Dokumentation zeigt zudem, welche Doppelmoral die vermeintlichen Retter (EU, EZB, IWF) mit ihren Reformprogrammen an den Tag legen, wenn sie Sparpakete und sogenannte Rettungsfonds mit der Forderung nach Deregulierung und Privatisierung verknüpfen. Damit reduzieren sie langfristig die Staatseinnahmen, deren Erhöhung aber die Voraussetzung ist, um die griechischen Staatsfinanzen wieder zu konsolidieren.
Das Perfide an den Maßnahmen ist, dass die Gelder des Rettungsfonds gleichzeitg in Waffengeschäfte fließen. Deutschland und Frankreich beispielweise haben Milliardendeals mit der greichischen Regierung abgeschlossen, die der eigenen Militär-und Finanzindustrie zugute kommen und den Griechen noch höhere Schulden aufbürdet.








