The Curse of Oil; BBC Doku-Reihe, 2005

22 10 2008

Englisch – Eine Doku-Reihe von Nick Fraser über die Gefahren der Ölförderung

Öl bedeutet Geld und bildet die Grundlage unseres modernen Lebensstils. Um den Durst moderner Gesellschaften nach Öl zu stillen, dringen Ölmultis in entlegene Regionen vor. Die dreiteilige BBC-Dokumentation nimmt einige dieser Gegenden – abseits des bedeutungsvollen Nahen Ostens – näher unter die Lupe: Ecuador, Angola, Kaukasus, Kanada und die Arktis. Zu Wort kommen die Leidtragenden der mit fatalen ökologischen und sozialen Folgen einhergehenden Ölförderung, sowie die Profiteure des Businesses.

Part 1 – Rich and Poor, BBC (56 min)

Welche fatalen ökologischen und sozialen Folgen die Ölförderung hat, wird an den Beispielen Ecuadors und Angolas veranschaulicht. Aufgrund des skrupellosen Verhaltens des Unternehmens Chevron-Texaco wurde dem Konzern in einem kleinen ecuadorianischen Dorf der Prozess gemacht, ein Prozess, den das Unternehmen mit vielen Millionen Dollar zu verhindern suchte. In Angola finanziert die Ölindustrie die Organsiation „Care International“, um sich, durch verschiedene Entwicklungsprojekte, die Unterstützung der Bevölkerung zu sichern. Die Prognose, dass die Ölvorkommen vor der Westküste Afrikas im Jahr 2050 ein Viertel der US-amerikanischen Ölimporte ausmachen, lässt erahnen welches Konfliktpotential hier gegeben ist. Video anschauen!
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Part 2 – The Pipeline; BBC (54 min)

Durch die Kaukasusregion verläuft eine Ölpipeline, die vom kaspischen Meer zum Mittelmeer führt. Die Route verläuft von der Stadt Baku in Aserbaidschan über Georgien zum türkischen Hafen Cejhan. Die knapp 1.800 km lange Pipeline soll den effizienten Transport sicherstellen für die schätzungsweise 200 Milliarden Barrel Öl der Region. Ob das Öl wirklich dauerhaft fließen wird, ist angesichts der politisch instabilen Lage der Staaten allerdings äußerst fraglich. Video anschauen!
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Part 3 – The Wilderness; BBC (56 min)

Umweltschützer protestieren gegen die Pläne der republikanischen Regierung George W. Bushs, die nationalen Ölreserven in der Arktis anzuzapfen sowie gegen das rücksichtslose und intransparente Verhalten der Ölriesen wie BP. Ein Raubbau an der Natur, wie ihn die Ölsucht fordert, ist in Kanada seit Jahren in vollem Gange: Riesige Wälder müssen Baggern weichen, die ölhaltigen Sand zur Ölextraktion abbauen. Das Risiko für Umwelt und Mensch wurde vielen Amerikanern deutlich, als am 24. März 1989 der Supertanker „Exon Valdez“ tausende Barrel Öl verlor und nachhaltige Schäden verursachte. Die Trans-Alaska/Alyeskia Pipeline führt von Prudhoe Bay hunderte Kilometer durchs Land zum Hafen von Valdez und passiert erdbebengefährdete Regionen. Die Gefahr einer Umweltkatastrophe durch ein Leck in der Pipeline ist daher ebenso wenig zu unterschätzen. Video anschauen!


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