Die Armutsindustrie; ARD (30 min)

31 07 2009

Ein Film von Eva Müller

Produzieren in Deutschland lohnt sich wieder. Ein-Euro-Jobs mit zusätzlicher staatlicher Finanzierung ermöglichen es, dass deutsche Unternehmen ihre Produktion von China wieder zurück nach Deutschland verlegen. Denn hier kann man mittlerweile billiger produzieren. Hartz 4ler sind im Grunde genommen für nichts zu schade. Sie packen Kisten, stricken Pullover oder kontrollieren Puzzle auf Vollständigkeit, nur um keine Probleme mit der Arbeitsagentur zu bekommen. Die „Kunden“ sollen zunächst Ihren „guten Willen“ unter Beweis stellen, bevor sie später in echte Jobs vermittelt werden, so die Meinung der Agentur. Dadurch entsteht ein ganzer Wirtschaftszweig, der nur durch staatlich finanzierte Ein-Euro-Jobber aufrecht erhalten wird. Die sogenannte „Neue Arbeit“. Da heißt es: Strick’ oder stirb! Wer nicht gehorcht bekommt kein Geld. Druckmittel, die auch angesichts der zweifelhaften Rechtslage der Jobcenter merkwürdig erscheinen. Denn aufgrund ihrer unzulässigen „Mischverwaltung“ sind Jobcenter im Jahr 2007 vom Bundesverfas­sungsgericht für verfassungswidrig erklärt worden. Immer mehr Jobcenter-Mitarbeiter kündigen ihre Jobs, weil Sie unter den herrschenden Bedingungen nicht mehr Arbeiten wollen. Mal sehen, wo das noch hinführen wird. Folgender Film macht jedenfalls klar: So wie es jetzt ist, kann es definitiv nicht weitergehen!

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Teil 1; Teil 2; Teil 3

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Unbequeme Antworten; (40 min)

31 07 2009

Eine Filmreihe von Unvergesslich1

Besonders für Fleischesser gibt es hier ein paar unbequeme Antworten. Denn der übermäßige Fleischkonsum der Industrieländer ist Ursache vielfältiger Probleme. Es wäre zwar möglich, alle Menschen der Erde mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Doch wir vernichten wertvolle Nahrungs­mittelressourcen in der Massentierhaltung, wir exportieren Futtermittel aus Ländern, in denen die Bevölkerung Hunger leidet; durch die Übernutzung von Böden zerstören wir unsere natürliche Lebensgrundlage und der Umgang mit unseren Tieren ist alles andere als artgerecht. Unvergesslich1, der Autor dieser gelungenen Filmreihe, hat in „Unbequeme Antworten“ viele interessante und weniger bekannte Wahrheiten rund um das Thema Fleisch zusammengetragen. Da kommen selbst überzeugte Karnivoren ins grübeln.

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Teil 1: Nahrungsmittel und Geldverschwendung
Teil 2: Hunger in der 3. Welt
Teil 3: Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlage
Teil 4: Fleischproduktion und Tiermisshandlung





Everything is Ok; (74 min)

28 07 2009

Englisch – Eine Filmreihe von Danny Shine und Charlie Veitch

Drei Menschen stellen sich in England auf die Straße und verkünden: „Everything is Ok!“ Dabei filmen sie sich mit einer Kamera. Es ist wirklich äußerst unterhaltsam, was dann so alles passieren kann. Man trifft auf viele nette offene Menschen und auf die Polizei. Letztere sieht, bei dem Versuch die „Demonstranten“ zu verscheuchen, oft nicht sehr gut aus. Denn auf die Frage, warum man sich entfernen solle, hat kaum ein Gesetzeshüter eine plausible Antwort. Der Grund dafür: Die Redefreiheit gilt auch in England. Die Drei haben das Recht dort zu stehen! Trotzdem fühlen sich allerlei Arten von Sicherheitskräften dazu berufen, die freie Meinungsäußerung zu unterbinden und die „Störenfriede“ einzuschüchtern. Aber Danny und Charly lassen sich nicht klein kriegen. In mittlerweile 7 Teilen beharren sie unerbittlich auf Ihrer Meinung: Alles ist Ok und es ist Ihr Recht das zu sagen!

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Teil 1 – Private Property
Teil 2 – The Hunt for Terror
Teil 3 – Camden Stories
Teil 4 – Corporate Requiem
Teil 5 – Child Soldiers
Teil 6 – The Royal Edition 1
Teil 7 – The Royal Edition 2





Banken frisieren Bilanzen; ARD (6 min)

21 07 2009

Banken können, im Gegensatz zu gewöhnlichen Unternehmen, den Wertzuwachs Ihrer Produkte als Gewinn verbuchen, ohne irgendwas verkauft zu haben. Fällt der Wert der Produkte wieder, wird die faule Anlage einfach „ins Lager geschoben“, ohne dass der Wertverlust in der Bilanz verbucht werden muss. So kommt es vor, dass z.B. die Deutsche Bank einen Quartalsverlust von -431 Mio. Euro in einen Quartalsgewinn von +414 Mio. Euro „umbilanziert“. Wem das nicht reicht: Für die Steuererklärung werden dann wieder die tatsächlichen Verluste verbucht, damit man sie von der Steuer absetzen kann.

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Mit offenen Karten: Der Waffenhandel; Arte (10 min)

15 07 2009

Der internationale Waffenhandel wird von sehr wenigen Ländern beherrscht. Zu den größten Lieferländern gehören die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China. Deutschland liegt auf Platz drei der Exportrangliste. Warum so viele Kleinwaffen in Krisengebiete gelangen, erklärt sich anhand der teils dubiosen Handelstechniken. Israel und Frankreich verkaufen beispielsweise Waffen an China während China alle Embargos ignoriert und die Waffen an Länder wie Sudan oder Birma weiter verkauft. Ein weiteres interessantes Detail: Sowohl Frankreich als auch die USA handelten mit dem berüchtigten russischen Waffenhändler Victor Bout.

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